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Die Duftpyramide ist das bekannteste Modell der Parfümerie. Sie ordnet alle Bestandteile danach, wie schnell sie verdunsten, und beschreibt damit genau die Reihenfolge, in der deine Nase einen Duft erlebt.
Was ist die Duftpyramide?
Ein Parfum ist nie statisch. In den ersten Minuten dominieren die leichtesten Moleküle, nach einer Weile der Kern, nach Stunden das, was am längsten haftet. Die Pyramide bildet diese drei Phasen ab: oben die schnellen Kopfnoten, in der Mitte das Herz, unten das stabile Fundament der Basis.
Die drei Noten im Detail
Kopfnote: der erste Eindruck
Kleine, flüchtige Moleküle. Du riechst sie sofort nach dem Auftragen und in den ersten Minuten bis etwa zwei Stunden. Sie sind der Türöffner eines Parfums, entscheidend für den ersten Eindruck, aber selten der Charakter selbst.
Typische Kopfnoten: Bergamotte, Zitrone, Mandarine, Grapefruit, rosa Pfeffer, Kardamom, Basilikum, Minze, Lavendel, grüne Noten wie Galbanum oder Petitgrain, Aldehyde.
Herznote: der Charakter
Mittelschwere Moleküle. Sie tragen das Parfum mehrere Stunden und prägen seinen Charakter. Wenn du nach einer halben bis ganzen Stunde an deiner Haut riechst, nimmst du vor allem die Herznote wahr.
Typische Herznoten: Rose, Jasmin, Tuberose, Ylang-Ylang, Iris, Veilchen, Geranie, Maiglöckchen-Akkorde, Pfingstrose, Zimt, Nelke, Muskat, Pfirsich, Pflaume.
Basisnote: die Tiefe
Schwere, langsam verdunstende Moleküle. Sie bleiben viele Stunden bis Tage auf Haut und Stoff. Die Basis ist das Fundament: Ohne sie zerfällt jedes Parfum.
Typische Basisnoten: Sandelholz, Zedernholz, Vetiver, Patchouli, Oud, Vanille, Tonkabohne, Benzoe, Labdanum, Ambroxan, Iso E Super, weißer Moschus, Eichenmoos.
Wie die Noten zusammenspielen
Eine gute Komposition hat keine harten Schnitte zwischen den Schichten, sondern einen Bogen. Das gelingt über Brücken: Materialien, die in mehreren Phasen wirken. Iris etwa hat Anteile im Herz wie in der Basis, Lavendel erscheint je nach Dosierung als Kopf- oder Herznote. Auch das Mengenverhältnis zählt: Starke Materialien brauchen nur wenig, um zu wirken, und ein Zuviel in der Basis macht den Duft schwer und dumpf.
Eine eigene Duftpyramide zusammenstellen
Vier Beispielkombinationen für den Einstieg:
- Frisch-grün: Kopf Bergamotte und Petitgrain · Herz Geranie und Maiglöckchen-Akkord · Basis Zedernholz und weißer Moschus.
- Warm-gewürzt: Kopf rosa Pfeffer und Kardamom · Herz Rose und Zimt · Basis Sandelholz und Tonkabohne.
- Sinnlich-orientalisch: Kopf Mandarine und Kardamom · Herz Jasmin und Rose · Basis Oud-Akkord, Labdanum und Vanille.
- Klar-holzig (unisex): Kopf Bergamotte und Wacholderbeere · Herz Iris und Lavendel · Basis Vetiver und Ambroxan.
Von der Pyramide zur Rezeptur
Eine Pyramide ist noch keine Formel. Dazu gehören Mengenverhältnisse (siehe Parfum selbst mischen), eine Mischreihenfolge und die Reifezeit. Wie diese Angaben in einer vollständigen Rezeptur zusammenkommen, zeigt Parfumrezeptur lesen.
Bei Duftrezeptur musst du die Pyramide nicht selbst entwerfen. Du wählst 1 bis 3 Hauptdüfte, und die Duft Engine baut die Schichten darum herum und rechnet durch, wie sich der Duft über Stunden entwickelt.
Duftboxen & Riechsticks
Deine Hauptdüfte bestimmen die Pyramide
Rieche dich mit einer Duftbox oder einzelnen Riechsticks durch die Duftrichtungen und wähle die 1 bis 3, die dir am besten gefallen. Den Rest baut die Duft Engine darum.
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Häufige Fragen
Was ist die Duftpyramide?
Ein Modell, das die Bestandteile eines Parfums danach ordnet, wie schnell sie verdunsten: oben flüchtige Kopfnoten, in der Mitte die Herznoten, unten die haftenden Basisnoten. Es beschreibt, wie sich ein Duft auf der Haut entwickelt.
Wie lange halten Kopf-, Herz- und Basisnote?
Als grobe Orientierung: Kopfnoten sind in den ersten Minuten bis etwa zwei Stunden da, Herznoten tragen mehrere Stunden, Basisnoten bleiben viele Stunden bis Tage auf Haut und Stoff. Die Zeiten hängen von Material, Konzentration und Haut ab.
Muss jedes Parfum alle drei Schichten haben?
Nein. Das Modell ist eine Hilfe, keine Pflicht. Manche Düfte sind bewusst linear aufgebaut oder wirken fast ohne Kopfnote. Wichtig ist, dass die Übergänge stimmig sind.
Kann ich bei Duftrezeptur Kopf-, Herz- und Basisnote selbst wählen?
Du wählst 1 bis 3 Hauptdüfte, die dir beim Riechen am besten gefallen haben. Die Pyramide baut unsere Duft Engine darum herum: Sie ergänzt Materialien, die deine Hauptdüfte stützen und runden, ohne sie zu überdecken.
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